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Ökologischer Landbau 2026. Innovative Landwirtschaft und Pioniergeist überzeugen
Die Naturland Betriebsgemeinschaft von Barbara und Anton Neudecker aus Hohenpolding in Oberbayern wurde heute als Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2026 ausgezeichnet.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer überreichte die Auszeichnung am Donnerstag auf der Grünen Woche in Berlin. Der Preis honoriert herausragende Leistungen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft und wird jährlich an Bio-Betriebe vergeben, die mit innovativen Konzepten und nachhaltigen Praktiken die Zukunft des Ökolandbaus gestalten. Der Preis ist mit 12.500 Euro für jeden Betrieb dotiert.
Das Ehepaar Barbara und Anton Neudecker hat ihren Betrieb zu einem Leuchtturm der ökologischen Landwirtschaft entwickelt. In ihrer Betriebsgemeinschaft, die zwei Naturland Bio-Betriebe umfasst, setzen sie konsequent auf Innovation und Nachhaltigkeit. So wurde der Betrieb in den letzten Jahren stetig erweitert und zahlreiche kreative Lösungen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe sowie zur Förderung der Umwelt entwickelt.
Die Jury des Bundeswettbewerbs würdigte das Engagement des Betriebsleiterpaares und bezeichnete ihre Arbeit als Vorzeigeprojekt für die ökologische Landwirtschaft.
Innovationen als Motor für nachhaltige Bewirtschaftung
„Die Betriebsgemeinschaft Neudecker ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, Innovation und verantwortungsbewusste Landwirtschaft Hand in Hand gehen können. Mit ihrem vielseitigen Ansatz setzen Barbara und Anton Neudecker neue Maßstäbe. Ihr Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz sowie ihr Vorbildcharakter für die Region machen sie zu einer wahren Bereicherung für die gesamte Bio-Branche“, lobte Naturland Vize-Präsident Moritz Reimer.
Mit dem Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2001 jährlich jeweils drei praxisbewährte innovative Leistungen oder besonders nachhaltige gesamtbetriebliche Konzeptionen im ökologischen Landbau aus.
Die Auszeichnung ist zu einem Gütesiegel geworden, das nicht nur den prämierten Betrieben eine besondere Aufmerksamkeit beschert, sondern der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt.
Mit Ideenreichtum und Verantwortung: Bio-Landwirtschaft auf höchstem Niveau
Ein besonderes Highlight auf dem Betrieb ist der Anbau von Bio-Zuckermais, bei dem Neudeckers gemeinsam mit Verarbeitern eine eigene Vermarktungsschiene ins Leben gerufen haben.
Der Betrieb entwickelt in der eigenen Werkstatt fortlaufend Maschinen für den Ackerbau weiter, darunter ein umgebauter Gülletruck, der Wirtschaftsdünger punktgenau und ressourcenschonend auf den Feldern verteilt.
Barbara Neudecker hat auf ihrem Betriebsteil zudem ein innovatives Konzept für die Pensionspferdehaltung entwickelt. Ihr Bewegungsstall sorgt dafür, dass die Pferde auch dann ausreichend Bewegung erhalten, wenn sie nicht geritten werden.
Im Bereich der Biogasanlage spielt die Betriebsgemeinschaft eine führende Rolle: In Zusammenarbeit mit rund 20 weiteren Bio-Betrieben wird die Anlage zu über 50 Prozent mit Kleegras betrieben, was eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung ermöglicht. Das daraus gewonnene Gärsubstrat wird als wertvoller Dünger in der Region eingesetzt und unterstützt so die biologische Landwirtschaft.
Dank einer leistungsstarken Photovoltaikanlage mit 1,8 Megawatt Leistung und eines innovativen Grünspeichers zur Speicherung von Solarstrom, können Neudeckers ihre Energieautarkie das ganze Jahr über sicherstellen. Über 50 % des benötigten Stroms stammt aus der eigenen Agri-PV-Anlage, die in der Legehennenhaltung integriert ist und so auch gleichzeitig den Tieren Schatten spendet.
Quelle: Naturland - Anton und Barbara Neudecker
Quelle: Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
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