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Neujahrsempfang mit Überraschungen und hochkarätigen Gästen
Quelle: A. Klug
Gleich 3 Hochkaräter hatte der Ortsverband Langenpreising bei seinem kurzweiligen 1. Neujahrsempfang aufzubieten.
Im Gasthof Oberwirt begrüßte Bürgermeisterbewerber und Ortsvorsitzender Alexander Klug den Bezirksvorsitzenden Oberbayern der ELF, Michael Hamburger (Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) besonders freundschaftlich. Dieser war Festredner und zeigte den zahlreichen Gästen aktuelle Themen, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich auf.
Begrüßen konnte Klug ebenso herzlich den Kreisvorsitzenden der CSU und Landrat Martin Bayerstorfer. Für die Gemeinde Langenpreising nahm 2. Bürgermeister Leo Melerowitz an der Veranstaltung am Sonntagvormittag teil. Fast alle Gemeinderatsbewerber der offenen CSU-Liste folgten den Ausführungen der Redner.
Sie wurden ebenso vom Ortsvorsitzenden vorgestellt, wie die Kreistagskandidaten. Aus Kelheim reiste mit der amtierenden Weizenkönigin Andrea Necker eine besondere Überraschung an. Sie nannte in der charmanten Begrüßung die regionale Wertschöpfung eines der tragenden Säulen der Landwirtschaft.
Aus einem Schweinemast-Betrieb stammend, stimmte sie dem Festredner Hamburger zu, dass gleichzeitig auch der eigene Betrieb von der Schließung des Landshuter Schlachthofes betroffen sei. Gleichzeitig warb sie für das Ernteprodukt, das sie auf vielen Veranstaltungen vertritt. „Täglich begegnet uns Weizen in Brot, Nudel, Teig und Bier!“, so die Worte der Königin. Weizen sei zudem das wichtigste Lebensmittel weltweit.
Zahlreiche weitere Gäste gönnten sich dann die professionelle und kurzweilige Ansprache des Hauptreferenten. „Ihr alle bringt eure Zeit, eure Erfahrung und vor allem euer Herzblut ein, damit Langenpreising und der Landkreis weiterhin lebens- und liebenswert bleibt“, begann Hamburger seine Ausführungen. Ihm nötige es größten Respekt ab, weil es keine Selbstverständlich sei, sich für Andere so aktiv zu engagieren. Er wünschte den Langenpreisingern viel Mut, Erfolg, Zuversicht und Rückenwind aus der Bevölkerung für die Kommunalwahl am 08. März 2026.
„Die Kommunalwahl ist das Fundament unserer Demokratie, und ihr alle bildet in der CSU Langenpreising dieses Fundament mit“, war er sich mit Landrat Martin Bayerstorfer einig. Hocherfreut nannte er stellvertretend die Weizenkönigin als Repräsentantin für Tradition und Zukunft, gelebter bayerischer Landwirtschaft. Vielfalt und Innovationskraft zeichnet insbesondere das Engagement für regionale Wertschöpfungsketten mit höchsten Qualitätsstandards unserer Landwirtschaft aus.
Die bäuerlichen Familienbetriebe stehen für Ernährungssicherheit fuhr Hamburger fort. Dafür drückte er jedem Einzelnen, vom Erzeuger bis zum Verarbeiter, seine große, verdiente Anerkennung aus. Hier hob er ganz besonders die örtliche Metzgerei Haslacher als Paradebeispiel hervor.
Einen politischen Wendepunkt für die Landwirte und die Menschen in Deutschland stelle der neue Landwirtschaftsminister Alois Rainer dar. Er stehe für Bodenständigkeit, Dialogbereitschaft, Orientierung an den Realitäten der bäuerlichen Familienbetriebe und spreche nicht von oben herab, sondern höre zu.
Landwirte sind systemrelevant, unverzichtbar, identitätsstiftend. Hamburger ging auf die gewaltigen Herausforderungen ein: explodierende Bodenpreise, Investitionsdruck, wachsende Auflagen, Bürokratie und Unsicherheiten in allen politischen Ebenen. Für Planbarkeit, Verlässlichkeit und Zukunftsfähigkeit stehe Alois Rainer.
Neben der Landwirtschaft beleuchtete er das Jagdrecht als wichtigen Schrift für Wald, Wild und Zukunft. Die Reform ginge um moderne, zukunftsfähige Jagd, klimastabile Wälder, angepasste Waldbestände und einen pragmatischen Umgang mit dem Wolf.
Eine Lanze brach er für die Biogasbetreibe. Vorbildlich sei hier in Langenpreising die Firma Heilmeier. Biogas sei grundlastfähig, klimagerecht, regional wertschöpfend und die sicherste Kreislaufwirtschaft in Reinform.
Wir brauchen endlich langfristige, verlässliche, praxistaugliche Perspektiven für die Betreibe, warb Hamburger für die Betriebe. Ohne sie verlieren wir einen Eckpfeiler der Energiewende im ländlichen Raum.
Weiter Themen wie Düngegebiete, Zuckerrüben-, Kartoffelanbau, der Preisverfall bei Milch und Butter, Preisdruck von Discountern, Agrardieselwiedereinführung, Aquaponik in Moosinning, Korrektur von Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft, enge Verbindungen zur Agrarausschussvorsitzenden im Bayerischen Landtag Petra Högl, Expertise der Land- und Forstwirte, sowie der Verarbeiter, Schlachthofschließung Landshut, regionale Kreisläufe, regionale Wertschöpfung, daraus resultierend kurze Transportwege, Premium-Qualität, faire Erzeugerpreise, starke regionale Marken uvm. sprach er deutlich an.
Zum aktuellen Mercosur-Freihandelsabkommen bezog er klare Gegenpositionen. Es bedeute Billigimporte aus Ländern mit völlig anderen Produktionsstandards, Wettbewerbsverzerrungen für unsere heimischen Landwirte, Gefährdung unserer heimischen Qualitätsproduktion und unkalkulierbare, gesundheitliche Risiken, aufgrund Hormoneinsatzes in der Rindermast und Verwendung von bei uns verbotenen Pestiziden im Pflanzenbau in Südamerika.
Die Europaabgeordnete sei schriftlich informiert, das am Montag zur Beschlusslage vorgelegte Papier zu stoppen. Hamburger mahnte faire Märkte – keine unfairen Handelsabkommen an. Die Frage dränge sich ihm auf, warum wir Kartoffel beispielsweise aus Ägypten brauchen?
Die Situation der Landwirtschaft sei anspruchsvoller geworden, meinte er. Vielschichtig, komplex, politisch aufgeladen. Deshalb liege die Stärke der ELF innerhalb der CSU-Familie im Miteinander, dem offenen Austausch, dem konstruktiven Einbringen und in Solidarität und Verantwortung füreinander.
Oft reiche ein Gespräch nach einer Veranstaltung, um Probleme zu lösen. In solchen Runden entstehen neue Ideen, gemeinsame Positionen und ein starkes Wir-Gefühl. Das ist die Basis der ELF-Arbeit – die Basis jeder erfolgreichen Gemeinschaft. Eine schöne, intensive Zeit als Kreisvorsitzender liege hinter ihm. Das Feld sei sprichwörtlich gut bestellt, meinte Hamburger nach den fachkundigen Ausführungen.
Abschließend brach eine noch eine Lanze für die bäuerlichen Familienbetriebe und merkte an:
Sie prägen das Landschaftsbild nachhaltig
Sie sichern unsere Ernährung
Sie erhalten Traditionen
Sie treiben Innovationen voran
Sind vor Ort immer zu Stelle
Helfen Jederzeit
All das verdiene Respekt, Anerkennung und faire politische Rahmenbedingungen. Die Zukunft der Landwirtschaft wird nicht in anonymer Distanz gestaltet, sondern im Dialog – miteinander, ehrlich, auf Augenhöhe.
Im Anschluss an seine Neujahrsgrüße fand der hervorragende Vortrag viel Zuspruch und großen, langanhaltenden Applaus in der Runde der über 40 Besucher.
Bürgermeisterbewerber Klug bedankte sich mit kleinen Präsenten aus dem Ortsverband und konnte nur umfänglich den Ausführungen zustimmen.
Der überwiegend ländliche Raum in der Gemeinde Langenpreising geht damit gut informiert und gerüstet in die Zukunft.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat heute am 2. Februar 2026 im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder das neue Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) am Standort Erding feierlich eröffnet.
Der Pflegekrisendienst im Landkreis Erding erfährt zum 1. Februar 2026 eine bedeutende Weiterentwicklung und steht fortan flächendeckend allen 26 Städten, Märkten und Gemeinden zur Verfügung.