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31.10.2025 - Flughafenregion

Der Winterdienst am Münchner Airport ist startklar

Bild: Archiv - Flughafen München GmbH

Um auch unter winterlichen Witterungsbedingungen rund um die Uhr einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, steht am Münchner Airport von Anfang November bis Mitte April der Winterdienst bereit.


Bei Eis und Schnee rückt die Winterdienst-Kolonne am Airport aus. Sie umfasst 184 Fahrzeuge, 152 davon zum Räumen und Enteisen der Flugbetriebsflächen und 32 für Straßen, Wege und Parkflächen im öffentlichen Bereich.

71 der Fahrzeuge sind Traktoren aus der Flughafenregion. Insgesamt sind im Winterdienst über 600 Frauen und Männer im Einsatz, von denen rund 520 aus der Landwirtschaft und von Fuhrunternehmen aus der Region kommen. Damit sorgen pro Schicht gut 200 Einsatzkräfte für möglichst schnee- und eisfreie Flächen innerhalb des Flughafenzauns.

Winterdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt

Alarmiert wird der Winterdienst durch die Verkehrsleitung des Münchner Flughafens, die den Zustand der Betriebsflächen rund um die Uhr überwacht. Als Hilfsmittel dient der Verkehrsleitung neben den aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes unter anderem ein Glatteis-Frühwarnsystem, das von insgesamt 18 über den Flughafen verteilten Messstellen permanent aktualisierte Daten bezieht. Darüber hinaus werden mit Hilfe von Spezialfahrzeugen laufend die Bremswerte auf den Start- und Landebahnen geprüft.

Um einen möglichst reibungslosen und vor allem sicheren Flughafenbetrieb zu ermöglichen, müssen bei Schneefall große Areale geräumt werden: Allein die zwei Start- und Landebahnen, Vorfelder und Rollwege umfassen rund 5,6 Millionen Quadratmeter – umgerechnet mehr als 780 Fußballfelder.

Die Räumung einer über 4.000 Meter langen und circa 60 Meter breiten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen dauert etwa 30 Minuten. Der Winterdienst verfügt deshalb über zahlreiche Spezialfahrzeuge, darunter 22 Kehrblasgeräte, 5 Verladefräsen und eine Pistenraupe. Neben flughafeneigenen Geräten werden die Traktoren der unterstützenden Landwirte mit Schneepflügen ausgestattet.

Umwelt- und Ressourcenschutz im Winterbetrieb

Grundsätzlich genießt die mechanische Säuberung der Verkehrsflächen aus Umweltschutzgründen Priorität. Nur bei Vereisungsgefahr der Betriebsflächen wird der Einsatz von Flächenenteisungsmitteln erforderlich. Beiderseits der Startbahnen verlaufende Rinnen fangen die abtauende Flüssigkeit auf und leiten sie zum Schmelzwasser-Rückhaltebecken. Von hier aus wird das Schmelzwasser kontrolliert an das Klärwerk in Eitting weitergeleitet. Auf einem Teil der Flächen wird anstelle der Enteisungsflüssigkeit Quarzsand ausgebracht.

Die geräumten Schneemassen werden auf sechs Schneedeponien verfrachtet. Pro Saison kommen hier teilweise insgesamt bis zu 2,2 Millionen Kubikmeter Schnee zusammen. Ein unterirdisches Auffangbecken sorgt dafür, dass das dabei entstehende Schmelzwasser nicht in das Grundwasser gelangt.

Innovative Ansätze zur Emissionsreduzierung

In puncto Nachhaltigkeit werden ab dieser Wintersaison erste Fahrzeuge des Flughafenfuhrparks mit dem Kraftstoff HVO 100 betankt. Dabei handelt es sich um einen erneuerbaren Dieselkraftstoff aus hydrierten Pflanzenölen (Hydrotreated Vegetable Oil) und Fetten, die unter anderem aus Abfällen wie Altfetten gewonnen werden. Er kann im Gegensatz zu herkömmlichem Diesel in vielen Fahrzeugen ohne Umrüstung verwendet werden und führt zu geringeren Emissionen. Das HVO 100 stellt daher eine gute Übergangslösung dar, bis der gesamte Fuhrpark auf E-Mobilität umgestellt ist.

Seit einigen Jahren ist auch das sogenannte „Gurkenwasser“ – also Salzwasser, das übrigbleibt, wenn Gurken durch Fermentation haltbar gemacht werden – am Airport im Einsatz. Es wird auf den Straßen und Wegen im öffentlichen Bereich des Flughafens verwendet und hat den Vorteil, dass das Abfallprodukt wiederverwendet werden kann und kein zusätzliches Salz gekauft werden muss.

Enteisung der Flugzeuge für einen sicheren Start

Aber nicht nur die Verkehrsflächen des Airports müssen in der kalten Jahreszeit in einem betriebssicheren Zustand gehalten werden: Auch die Flugzeuge müssen vor dem Start von Schnee und Eis befreit werden.

Das übernehmen die sogenannten „Eisbären“ der Gesellschaft für Enteisen und Flugzeugschleppen am Flughafen München mbH (EFM), einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG und der Flughafen München GmbH. „Eisbären“ sind Spezialfahrzeuge, die unmittelbar vor dem Start Enteisungsmittel auf die Flugzeuge sprühen. Das verbrauchte Enteisungsmittel wird aufgefangen und zu einem Großteil recycelt.

Bei aller Vorbereitung, technischer Ausstattung und personellem Einsatz – extreme Eis- und Schneebedingungen sind für den Flughafen, die Airlines und beteiligte Dienstleister eine große Herausforderung. Durch das Enteisen der Flugzeuge, das Räumen der zahlreichen Flächen und alle weiteren Winterdienstmaßnahmen kann es zu Verzögerungen bei der eng getakteten Flugzeugabfertigung kommen. Oberstes Ziel ist und bleibt ein sicherer Flugbetrieb.
Quelle: FMG

Quelle: Flughafen München GmbH

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