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Elektromobilität ist beim Busunternehmen Scharf längst mehr als ein Zukunftsversprechen.
Davon überzeugten sich am Samstag, 13. Dezember 2025, Mitglieder des Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU Erding) sowie weitere Interessierte bei einer Besichtigung des Betriebshofs in Tittenkofen.
Schon beim Betreten des Geländes fällt die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien ins Auge: Große, überdachte Parkflächen für Busse und Pkw sind vollständig mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die Module sind überwiegend in Ost-West-Ausrichtung montiert, um die Stromerzeugung möglichst gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Ergänzt wird die Anlage durch weitere PV-Flächen auf den Hausdächern – insgesamt mehr als 4.000 Quadratmeter.
Der selbst erzeugte Solarstrom wird vor allem zum Laden der elektrischen Busflotte genutzt. Besonders in den Sommermonaten erweist sich dieses Konzept als äußerst effizient. Dennoch stößt selbst ein großer stationärer Akkuspeicher an Grenzen: Für die nächtliche Vollbetankung aller Fahrzeuge reicht seine Kapazität nicht aus. Das Unternehmen hat deshalb eine ungewöhnliche, aber praxisnahe Lösung gefunden – sogenannte „rollende Speicher“. Durch die Anschaffung zusätzlicher Elektrobusse wird die Ladezeit flexibler über sonnige Stunden verteilt, wodurch die PV-Anlage optimal genutzt werden kann.
Das Engagement zahlt sich aus. Der Linienbusverkehr der Stadt Erding wird inzwischen vollständig mit rein elektrischen Bussen des Unternehmens Scharf betrieben. Durch diese Umstellung konnten bereits mehr als 400 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein Wert, der dem jährlichen Ausstoß von rund 250 Haushalten entspricht.
Auch überregional sorgt das Unternehmen für Aufmerksamkeit: Scharf betreibt nach eigenen Angaben den europaweit ersten vollelektrischen Reisebus. Das Fahrzeug entstand als Einzelstück in Zusammenarbeit mit einem kleinen Partnerunternehmen und wurde aus einem Dieselbus zu einem vollelektrischen Modell umgebaut.
Die ersten Fahrten seien ausgesprochen positiv verlaufen, hieß es vor Ort. Der Bus überzeuge durch sehr gute Fahreigenschaften und eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Zum Einsatz kommt dabei ein Batterietyp mit geringer Brandneigung, bewusst kein klassischer LithiumIonen-Akku.
Die Besichtigung machte deutlich, wie konsequent und innovativ Elektromobilität im öffentlichen Verkehr bereits heute umgesetzt werden kann – wenn technische Lösungen, unternehmerischer Mut und erneuerbare Energien zusammenspielen.
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