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Um die Versorgungsqualität bei Schlaganfällen kontinuierlich zu optimieren, hat das Team der zertifizierten Stroke Unit am Klinikum Landkreis Erding ein spezialisiertes Simulationstraining des TEMPiS-Netzwerks (Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in Südostbayern) durchgeführt.
Im Fokus standen dabei die Teamkoordination, die Patientensicherheit, die interdisziplinäre Kommunikation sowie die Verkürzung der Behandlungszeiten.
Dabei beruhte das Simulationstraining auf der Methodik des CRM (Crew Ressource Management). In der hochgradig zeitkritischen Schlaganfallversorgung („time is brain“) wird durch CRM die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter extremem Zeitdruck so präzisiert, dass Fehlerquellen minimiert und die lebenswichtige Behandlungszeit bis zur Therapie signifikant verkürzt werden.
Das Training bildete den gesamten Prozess eines Schlaganfall-Notfalls von der Einlieferung mit Einbindung des Rettungsdienstes über die Diagnostik im Computertomographen bis zum telemedizinischen Konsil unter Realbedingungen ab. Das teilnehmende Personal aus Neurologie, innerer Medizin, Radiologie und Pflege konnte dabei eine „Door-to-Needle“-Zeit (Zeitspanne von Ankunft bis Therapiebeginn) von 25 Minuten erreichen.
Dieser Wert unterstreicht die Effizienz der Erdinger Abläufe und nähert sich dem internationalen Benchmark der Universitätsklinik Helsinki an, die europaweit als Vorreiter in der Schlaganfall-Logistik gilt.
Das Klinikum Landkreis Erding ist seit über zwölf Jahren Teil des TEMPiS-Netzwerks). Dieses Netzwerk ist eines der größten seiner Art in Europa und verbindet regionale Kliniken mit dem spezialisierten Schlaganfallzentrum in München-Harlaching.
Durch das Netzwerk ist in Erding rund um die Uhr ein Schlaganfallspezialist via Videokonferenz verfügbar.
„So ist eine 24-Stunden-Betreuung an 365 Tagen im Jahr gesichert“, erläutert die Leitende Oberärztin Dr. Kerstin Dembowski. Neben der telemedizinischen Beratung umfasst das TEMPiS-Konzept auch das „Flying Intervention Team“ (FIT), das bei Bedarf für hochspezialisierte Eingriffe (Thrombektomien) eingeflogen wird.
Zum Bild:
v.l. Dr. Kerstin Dembowski (Leitende Oberärztin), Lee Shienn (Neurologin), Simon Regel
(Pflegefachkraft), Nadine Heidl (Stroke Nurse), Dr. Christina Laitenberger (Koordinatorin
ärztliche Fortbildung TEMPiS), Petra Hocke (Stationsleitung Stroke Unit), Lena Hupfer
(Pflegefachkraft), Dr. Sadikovic Suwad (Oberarzt Neurologie), Frauke Stinner(Pflegeleitung
ZNA), Gabriele Roßner (Stroke Nurse TEMPiS), Nicola Cuhakova (Pflegefachkraft)
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