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05.12.2025 - Landkreis Erding

Die spanische Weihnachtslotterie El Gordo: Sind deutsche Spieler nicht gestattet?

(Foto: Alejandro Garay, unsplash.com)

Die spanische Weihnachtslotterie steht jedes Jahr wie ein funkelnder Fixstern über der Adventszeit, dazu mit einer Wucht, die selbst abgebrühte Glücksspielmuffel kurz innehalten lässt. Sobald in Spanien die Trommeln der Ziehung erklingen, scheint das halbe Land kollektiv den Atem anzuhalten. Gleichzeitig wächst in Deutschland ein stiller Wunsch nach einem Stück dieses Glücks, doch genau dieser Wunsch führt in ein Feld, in dem juristische Grenzen und romantische Fantasien ein merkwürdiges Paar bilden.

So wurde El Gordo zur spektakulärsten Lotterie Europas


El Gordo ist keine gewöhnliche Lotterie, sondern ein nationales Ritual, das seit über zweihundert Jahren existiert und sich im Laufe der Zeit zu einem wuchtigen Spektakel entwickelt hat. Am 22. Dezember findet die Ziehung statt, die in Spanien ein Publikum anzieht, das eher an große Sportereignisse als an nüchterne Gewinnverkündungen erinnert.

Die Besonderheit liegt nicht nur im Gesamtgewinnfonds von mehreren Milliarden Euro, sondern auch in der Struktur der Lose. Jedes Los existiert in nummerierten Serien und wird häufig in Zehntelstücke geteilt, wodurch selbst kleinere Anteile stattliche Gewinne erzielen können. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass oft ganze Dörfer gemeinsam jubeln. Gleichzeitig erklärt sie, weshalb El Gordo eine soziale Komponente besitzt, die bei anderen Lotterien kaum aufgeht.

Wer sich mit dem System beschäftigt, erkennt schnell, dass die spanische Staatslotterie ein streng reguliertes Modell pflegt. Der Vertrieb erfolgt über autorisierte Verkaufsstellen im Land, traditionelle Lottoshops und offizielle Verkaufsautomaten. Diese Klarheit im Vertrieb ist ein entscheidender Punkt, der später noch eine Rolle spielt, denn sie grenzt das Original scharf von jenen Angeboten ab, die nur so tun, als wären sie Teil des Ganzen.

Im Gegensatz dazu stehen internationale Online Casinos, die häufig über Lizenzen aus anderen EU-Staaten verfügen und bei denen tatsächlich auf den Plattformen selbst gespielt wird, man ist dort oftmals schon mit 5 € dabei und kann spielen. Diese Form des digitalen Glücksspiels funktioniert völlig anders als Lotterien, da hier direkt mit dem Anbieter interagiert wird und die Einstiegsschwelle deutlich niedriger liegt.

Eine klare Einordnung des Glücksspielstaatsvertrags


In Deutschland gilt seit 2021 ein Rechtsrahmen, der klare Kante zeigt. Der Glücksspielstaatsvertrag lässt ausländische Lotterien nur dann zu, wenn sie eine deutsche Zulassung besitzen oder auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder auftauchen und El Gordo erfüllt beides nicht.

Damit ist die Teilnahme aus Deutschland über das Internet verboten, auch wenn manche Werbebanner einen anderen Eindruck vermitteln. Spanische Anbieter blockieren zudem deutsche IP-Adressen, denn auch sie müssen sich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten und vermeiden damit zweifelhafte Grauzonen.

Deutsche Anbieter, die El Gordo versprechen


Die vermeintliche Lösung für das Problem taucht in Form von Webseiten auf, die suggerieren, sie würden echte El Gordo Lose verkaufen. Ein prüfender Blick offenbart jedoch ein ganz anderes Geschäftsmodell. Es wird nicht ein einziges offizielles Los erworben, stattdessen wird eine Wette auf das Ergebnis der spanischen Ziehung abgeschlossen. Zweitlotterie lautet der technische Begriff. Das bedeutet, ein privater Anbieter zahlt Gewinne aus, sofern er dazu bereit und in der Lage ist. Der spanische Staat ist außen vor, ein offizielles Los existiert nicht.

Die Unterscheidung mag trocken wirken, sie ist jedoch zentral. Wer an einer Zweitlotterie teilnimmt, bewegt sich rechtlich im Bereich des illegalen Glücksspiels, da keine deutsche Erlaubnis vorliegt. Auch das oft beworbene Argument, man müsse sich keine Sorgen machen, weil Versicherungen hohe Gewinne absichern würden, hält einer nüchternen Betrachtung kaum stand. Versicherungen können verweigern, Verträge können strittig werden und im schlimmsten Fall bleibt lediglich der Hinweis, dass der Anbieter leider nicht zahlen könne. Die Vorstellung, den Jackpot zu treffen, um danach mit leeren Händen dazustehen, dürfte selbst Optimisten einen kalten Schauer verpassen.

Ein Blick auf Risiken und mögliche Konsequenzen


Illegale Glücksspielteilnahme wirkt für viele harmlos, doch die rechtliche Lage sieht anders aus. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel kann Bußgelder nach sich ziehen, in bestimmten Konstellationen drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen. Gleichzeitig steht der Spieler ohne Verbraucherschutz da.

Es existiert kein geprüftes Zufallsverfahren, keine transparente Aufsicht, kein verbindlicher Rechtsweg für Gewinnansprüche. Wer sich auf Zweitlotterien einlässt, vertraut Anbietern, die sich selbst kontrollieren und selbst definieren, wann sie etwas auszahlen und wann nicht.

Häufig nutzen solche Anbieter Versicherungsmodelle, um sich gegen hohe Gewinne abzusichern. Doch Versicherer lieben klare Regeln und verweigern im Zweifel lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Wenn dann der Anbieter die Auszahlung nicht stemmen kann, bleibt nur ein Leerraum aus Hoffnung und Enttäuschung.

Zusätzlich besteht das Risiko, persönliche Daten auf Plattformen zu hinterlassen, die keinerlei Sicherheitsstandards erfüllen. In einer Branche, in der Geldflüsse und Identitätsdaten zusammenlaufen, ist das ein Spiel mit dem Feuer.

Legal spielbar nur mit echter Lotterie


Die spanische Weihnachtslotterie ist grundsätzlich offen für alle, die sich in Spanien aufhalten. Touristen kaufen ohne Probleme ein offizielles Los in einem der vielen Lottoshops des Landes. Das ist vollkommen legal und wird von der spanischen Staatslotterie ausdrücklich so gestaltet.

Der Knackpunkt besteht darin, dass diese Lose physisch existieren und dem Käufer gehören. Ein Fernkauf aus dem Ausland ist jedoch nicht vorgesehen. Damit bleibt nur die Möglichkeit, eine Person vor Ort zu beauftragen, wobei selbst dabei organisatorische Hürden entstehen, denn das Los muss im Besitz des Spielers bleiben.

Deutschland verfügt selbst über Lotterien, die streng reguliert werden und verlässliche Rahmenbedingungen bieten. Lotto 6aus49, die Glücksspirale oder der Eurojackpot laufen unter der Aufsicht deutscher Behörden und erlauben ein transparentes Spielumfeld. Anbieter arbeiten mit Identitätsprüfung und OASIS Schutzsystemen, was nicht nur seriös wirkt, sondern vor allem Sicherheit bietet. Wer also den Nervenkitzel sucht, findet ihn auch hierzulande, allerdings ohne die Kollision mit dem Glücksspielrecht.

Warum trotz aller Verbote die Werbung boomt


Die auffällige Werbung für El Gordo Angebote in Deutschland entsteht aus geschicktem Marketing, das auf jahreszeitliche Emotionalität setzt. In der Vorweihnachtszeit wächst die Sehnsucht nach besonderen Momenten und finanziellen Wundern, was Zweitlotterieanbieter nur allzu gern nutzen.

Auch Formulierungen wie Teilnahmezertifikat oder Gewinnabsicherung klingen seriös, obwohl sie das Kernproblem nicht lösen. Viele Verbraucher glauben, ein echtes Los zu erwerben, dabei handelt es sich lediglich um eine Wette auf die Ziehung. Behörden beobachten diese Entwicklungen kritisch, dennoch bleibt das Internet ein Raum, in dem Illusionen schnell entstehen.




Quelle: II

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