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27.01.2022 - Erding

Endlich ist es soweit! Circus Diabolo gastiert in Erding!

Foto: Mandy Frank

Foto: Mandy Frank

Endlich ist es soweit – in Erding gastiert ein Mitmach-Zirkus für die ganze Familie. In den nächsten zwei Wochen, von Donnerstag bis Sonntag, dürfen sich alle aus und rund um Erding auf den Circus Diabolo freuen.


Der Zirkus gastiert das erste Mal in Erding und kommt mit spannenden Programmpunkten. In den Vorstellungen werden Feuerspucker, Hochseilakrobaten, Jongleure, (eine) Lasso- und Westernshow, sowie live Gesangseinlagen präsentiert. Kinder ab 3 Jahren können jonglieren lernen oder über das Drahtseil laufen und schöne Erfolgserlebnisse mit nach Hause nehmen. Damit die Besucher beim Besuch im Winterzirkus nicht frieren, werden Heizungen aufgestellt. Der Eintritt kostet 10 €.

Das Team von ED-live.de hatte die Möglichkeit, die Powerfrau Mandy Frank, die das Familienunternehmen leitet, für ein Interview zu treffen.

ED-live.de: Erzähle etwas zu Deiner Person.

Mandy Frank: Ich bin mit 29 Jahren tatsächlich die jüngste Zirkusdirektorin in ganz Europa, komme gebürtig aus München und habe den Mitmach-Zirkus ins Leben gerufen. Ich habe drei Kinder, 2 Töchter, June und Leann im Alter von 11 Jahren und 8 Monaten, und meinen Sohn Emilio im Alter von 4 Jahren. Mit meiner Familie, bestehend aus meinem Mann Enrico, meiner Mama Sonja, meinem Papa Joschi und meinen Kindern, trete ich in unserem Circus Diabolo auf.

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Wir brauchen Mundpropaganda und möchten uns in München und Umkreis einen Namen machen. Wir kommen nicht direkt von hier, sondern sind eigentlich aus Aurich in Ostfriesland. Dort waren wir (bisher) auch die meiste Zeit und sind dann (nun) durch Corona hier stecken geblieben. Mein Hauptziel ist es, dass unser Zirkus den Menschen im Gedächtnis hängen bleibt. Bevor Corona kam, hatten wir uns auf Schulen und Kindergärten spezialisiert, aber mit meinen kleinen Kindern ist das momentan natürlich schwierig.

Was machst du gerne und was eher weniger?

Eine Stunde bevor eine Vorstellung startet, treffen wir uns im Vorzelt und unterhalten uns. Es ist wie ein „Kaffeeklatsch“. Da kommt dann die ganze Familie zusammen und es ist jedes Mal ein ganz besonderer Moment.

Dieses „Schnell-einen-Platz-bekommen“ mache ich ungerne. Das ist reine Vertrauenssache. Viele Landwirte vergeben ihre Flächen ungern an Zirkusse, weil dadurch ihr Land „beschädigt“ wird. Wir geben uns sehr viel Mühe, um dies zu vermeiden. Wenn wir abreisen, streuen wir Samen, damit das Gras wieder nachwachsen kann.

Was war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?

Dass ich gesagt habe: „Ich mach das alleine“. Wir haben das Zirkusteam klein gehalten, ohne Leute von außen einzubeziehen. Wir sind das „familiärste Zirkusunternehmen“ in dieser Zeit, würde ich behaupten. Selber nennen wir uns auch „Cirque de Winzig“.

Wann bist du zum Zirkus gekommen?

Ich habe vor 6 Jahren den Zirkus gegründet. Mittlerweile sind wir schon in der 9. Generation. Vor 6 Jahren ging es ihm nicht so gut und wir als Kinder wollten unseren Eltern unter die Arme greifen. Wir sind 6 Geschwister und nicht alle von uns sind beim Zirkus geblieben. Nur weil man beim Zirkus aufwächst muss man nicht dort arbeiten. Wir haben alle die Schule genossen und haben danach unsere Träume verfolgt. Insgesamt sind wir noch 3 Geschwister, die wirklich reisen.

Wie gehen deine Kinder zur Schule?

Meine Tochter geht jede Woche in eine andere Schule. Wir haben auch eine Zirkuslehrerin die, dann zu uns oder an die Schule kommt und weiter unterrichtet. In manchen Bezirken funktioniert das, in anderen gibt es Lehrer, die dafür zuständig sind. Es gibt auch die Möglichkeit, sich Privatlehrer zu organisieren.

Wie funktioniert das mit Freundschaften?

Meine Kinder haben viele Cousins und Cousinen. Aber es gibt auch Leute, die uns wirklich hinter her fahren. Früher, als ich noch mit meiner Familie getourt bin, hatten wir jedes Jahr feste Plätze. Also habe ich mich immer darauf gefreut, Freunde von dort wiederzusehen.

Was macht ihr in eurer Freizeit neben dem Zirkus?

Wir sind nie nicht mit dem Zirkus unterwegs. Ich war in meinem ganzen Leben genau einmal im Urlaub, für fünf Tage in Ägypten. Das war 2020 kurz vor Corona. Natürlich waren wir davor schon mal in Spanien und Italien, aber immer nur zum Gastieren. Donnerstags ist Großputztag. Da richten wir alles schön her und waschen unsere Sachen. Das ist für uns wie Urlaub.

Wie sieht euer Tagesablauf aus?

Morgens frühstücken wir alle zusammen und besprechen den Tag. Meine Eltern kommen dann aus München zu uns. Meine Mama sorgt immer dafür, dass genug Getränke da sind und kümmert sich um unsere Kantine, die gefüllt ist mit Popcorn und Zuckerwatte. Zwischendurch essen wir schnell zu Mittag und dann werden die Kinder schon angezogen. Wenn wir alle fertig geschminkt und kostümiert sind, treffen wir uns im Vorzelt und besprechen nochmal, was wir alles verbessern können. Dann fängt auch schon die Show an.

Was macht euren Zirkus besonders?

Ich würde sagen, wir haben die Ehre, den besten Clown auf der Welt in der Manege präsentieren zu dürfen – meinen Papa. Er schafft es, alle Menschen zum Lachen zu bringen und kann jedes Kind mit seiner Art beruhigen. Mein Papa hatte eine sehr schwierige Vergangenheit und hat trotz dessen nie seine Lebenslust verloren. Das ist unser Highlight, so. Das hat so kein anderer Zirkus.

Was hat sich durch Corona verändert?

Durch Corona mussten wir lange pausieren und konnten nicht oder nur für wenige Personen gastieren. Jetzt, da wir wieder auf Tour gehen können, kommen auch mehr Leute, um das zu sehen, was sie in Zeiten Coronas nicht gesehen werden konnte.

Welche Träume hast du für den Circus Diabolo?

Später möchte ich ein Grundstück besitzen und sagen können „ich habe ein Zuhause“, wo ich mich wohlfühle und sesshaft werden kann. Ich möchte keine Angst mehr haben, irgendwo stehen zu bleiben.

Was möchtest du den Menschen mitgeben?

Egal ob groß oder klein, man sollte jedem Zirkus, auch mit Tieren, eine Chance geben und nicht urteilen oder verurteilen, bevor man sich nicht sein eigenes Urteil gebildet hat. Außerdem ist es wichtig, Kritikpunkte, ob gut oder schlecht, offen anzusprechen, um uns eine Möglichkeit zu geben, uns dahingehend zu verbessern.

Vielen Dank für das Interview, Mandy Frank. Die Redaktion wünscht Dir und Deiner ganzen Familie viel Glück und viel Erfolg für den Circus Diabolo.

Hier geht es zur Facebook-Seite des Circus Diabolo...
Foto: Mandy Frank
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Quelle: Redaktion (aj) weitere Nachrichten aus:

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