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Interview mit Herr Peter Heger


Profilbild von Herr Heger
Der Name Peter Heger ist aus der deutschen Boogie-Woogie und Ragtime Szene längst nicht mehr wegzudenken. Herr Heger absolvierte ein klassisches Musikstudium und ist heute als Klavierlehrer an der Kreismusikschule Erding tätig. Außerdem leitete er zwei Chöre im Landkreis, den Singkreis Erdinger Moos und den Seemannschor Erding. Zurzeit dirigiert er kleinere Chöre wie den Chor der Erdinger Berufsschule oder den der Sparkasse Erding. Der Musiker war auch schon auf Tourneen wie die „Piano Boogie Quartett“ im Jahre 1987. Aber auch heute ist er immer noch bei Konzerten wie z.B. der „Erdinger Boogie-Woogie Nacht“ aktiv.


ED-live.de: Wie lang spielen Sie schon Klavier?
Seit meinem 9. Lebensjahr. Ich hatte damals Unterricht in Hl. Blut bei einer der Ordensschwestern.

Spielen Sie auch andere Instrumente?
Ich spielte mal Violine, das war mein zweites Instrument später beim Musikstudium. Hin und wieder blase ich bei Bedarf noch die Tuba.

War Musik schon immer Ihre große Leidenschaft? Ja, weil es meine einzige größere Begabung ist und ich viele Erfolgserlebnisse damit hatte.

Was war Ihr größter Erfolg?
Mein größter Erfolg ist, dass ich mit dieser Begabung meinen Lebensunterhalt bestreiten kann und ich praktisch mein Hobby zum Beruf machen konnte.

Was fasziniert Sie an der Musik?
Diese Vielseitigkeit. Man bedenke, wie viele verschiedene Stilrichtungen und Arten es gibt. Angefangen von der Klassik mit all ihren verschiedenen Epochen, von Oper bis Operette, Musical, Volksmusik (also die Echte) aus aller Herren Länder bis hin zum Jazz, Beat, Rockmusik und der aktuellen Musik, die man in den Medien oder diversen Clubs hören kann. Mit Musik kann man natürlich auch Stimmungen vermitteln. Man denke nur an Filmmusik, Werbemusik und dem großen Bereich der Improvisation. Eine Welt ohne Musik ist eigentlich unvorstellbar.

Was würden Sie jetzt machen, wenn Sie keine Musik machen würden?
Ich habe mich immer für Autos interessiert. Vielleicht wäre ich in der Autobranche als Verkäufer oder Berater tätig.

Haben Sie ein Vorbild?
Ich kann eigentlich keine Namen nennen, aber es sind generell Menschen, die nicht verbissen ihren Ehrgeiz zur Schau stellen, sondern eher Typen die locker, aber trotzdem diszipliniert ihr Talent und ihr Können abrufen können. Bei den Pianisten fällt mir da gerade spontan Lang Lang ein.

Wann und was war Ihr „großer Durchbruch“?
Das war so ca. mit 30 Jahren, als ich anfing selbst Konzerte zu veranstalten. Eine dieser Veranstaltung hat ja bis heute immer noch großen Erfolg, nämlich die „Erdinger Boogie-Woogie Nacht“, die 2016 ihr 30. Jubiläum hatte. Damals lernte ich auch teilweise durch Zufall die richtigen Leute kennen, die mich entsprechend weiter zu guten Agenturen oder Konzertveranstaltern weitervermittelten. So konnte ich mir einen guten Namen in der Szene erarbeiten.

Was war Ihr größter Auftritt?
Ich hatte unzählige große und schöne Auftritte bei Festivals oder Konzerten im In- und Ausland. Da kann ich mich gar nicht entscheiden, wo hier der größte Auftritt war. In bleibender Erinnerung ist aber sicher meine Zeit beim Bayerischen Rundfunk, wo ich für das Schulfernsehen die Musik für eine Verkehrssendung 8 Jahre lang produzieren durfte.

Welches Ihrer Lieder ist Ihrer Ansicht nach das Beste?
Ein einzelnes Lied möchte ich hier gar nicht nennen. Ich glaube, dass meine Art Musik zu machen, also die Verknüpfung von klassischer Musik und fetzigem Boogie-Woogie, beim Publikum gut ankommt.

Wann war Ihre erste große Tour?
Das war 1987 mit dem „Piano Boogie Quartett“. Wir waren 4 Pianisten, die an 2 Flügel spielten. Unsere erste Tour ging über 2 Wochen und begann in Erding, ging dann weiter über Freising, Stuttgart, Wuppertal, Montabaur, Köln, Schwelm, Nürnberg, Ingolstadt, um dann schließlich in Landshut wieder zu enden. Das war für mich auf alle Fälle ein tolles und unvergessliches Erlebnis.

Mit welchem/n Musiker/n spielen Sie am liebsten?
Mit allen, die auf der Bühne unkompliziert sind und sich selber nicht zu wichtig nehmen. Da gibt es z. B. meine Dixie Band, die „Amper Stompers“, oder meinen ständigen musikalischen Begleiter am Schlagzeug Edi Karbaumer. Gerne spiele ich aber auch zu Weihnachten mein Programm „On a Trip to Betlehem“ mit Michael Benker zusammen.

Haben Sie noch eine große Leidenschaft außer der Musik?
Ja, nämlich mit meinen Freunden gemütlich eine Zigarre rauchen, gutes Essen und Trinken, Biergärten und Volksfeste besuchen, sowie Urlaub zusammen mit meiner Frau Judith zu machen.

Sie leiten 2 Chöre. Gibt es große Unterschiede zwischen den beiden?
Sie meinen sicher den Singkreis Erdinger Moos und den Seemannschor Erding? Bei beiden Chören habe ich inzwischen aufgehört und an meine jeweiligen Nachfolger übergeben. Den Singkreis Erdinger Moos habe ich 30 Jahre lang geleitet und ich war der Meinung, dass dem Chor nach so langer Zeit eine Veränderung gut tut. Den Seemannschor hatte ich 10 Jahre seit seiner Gründung. Beiden Chören bin ich aber immer noch sehr verbunden und helfe hin und wieder gerne mal aus, oder bin natürlich bei diversen Feierlichkeiten dabei. Aktuell leite ich den Chor der Erdinger Berufsschule, ein gemischter Chor in kleinerer Besetzung und habe noch zwei, drei Projektchöre, u. a. den der Sparkasse Erding, die nur zu bestimmten Feierlichkeiten auftreten.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Durch meine Mutter. Sie hat zum Glück mein Talent sehr früh erkannt und mir eine erstklassige Ausbildung ermöglicht.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!

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