So, jetzt ist es entschieden! Wir machen Camping! Nicht nur zwei Tage Zelten im Freizeitpark oder beim Festival – Nein, richtig campen.
Wir haben uns in der Familie darauf geeinigt und fahren nun mit unserem Sohn für fünf Tage auf einen Campingplatz. Meine Frau hat das schon als Jugendliche gemacht, aber für mich ist das völlig neu. Naja, warum nicht, im Fernsehen haben die ja auch immer Spaß dabei.
Also hatten wir uns einen Wohnwagen gemietet und einen schönen Campingplatz rausgesucht. Da ich schon lange nicht mehr mit einem größeren Anhänger gefahren bin, war ich ganz froh, dass die Mietstation und der Platz nur ca. 45 Minuten auseinander lagen.
Aber wenn schon, denn schon! Wenn wir das Campen schon testen, dann aber richtig. Also gehört die Anfahrt mit dem Gespann und das Ausrichten und Aufbauen auf dem Campingplatz auch mit dazu.
Da bei dem Mietwohnwagen bereits Sonnensegel, Tisch und Stühle sowie Geschirr und Besteck mit dabei sind, mussten wir nicht ganz so viel mitnehmen. Der Sohnemann wollte allerdings alleine in unser Zelt, so dass wir diese Ausrüstung auch noch mitnehmen mussten.
Als es endlich soweit war, wurde das Auto vollgepackt. Und ich meine wirklich voll. Bettwäsche, Zelt, Luftbett und alles, was ich glaubte für das Camping brauchen zu können war dabei. Unsere Kleidung war echt der kleinste Teil dabei.
Beim Verleiher ging alles recht unproblematisch. Die Einweisung war sehr umfangreich und ein paar Tipps für uns Anfänger gab es auch noch dazu. Dann also los mit dem Gespann. Zum Glück war der Anhänger nur gut 7m lang. Die Fahrt ging zwar nicht so schnell wie auf der Autobahn vorher, aber ohne Probleme kamen wir am Campingplatz an.
Nach der Registrierung am Empfang kam nun das nächste Abenteuer: Parzelle finden, Wohnwagen ausrichten und alles Aufbauen.
Das Finden war unproblematisch.
Erstaunlicherweise ging das mit dem Ausrichten des Campers auch leichter als gedacht. Zum Glück war gegenüber noch frei, so dass ich recht einfach rangieren konnte. Die Feinarbeit war dann aber doch mit Muskelkraft, einen Mover hatte unser Leihgerät nämlich nicht.
Dank der mitgebrachten Wasserwaage stand der Wohnwagen ziemlich schnell (fast) in Waage. Dann ging es mit dem Sonnensegel weiter. Einfach in die Kederleiste einziehen, Stangen rein und abspannen. Aber auch das ging recht leicht, wenn ich auch die Abspannung in den Folgetagen öfters nachgezogen habe.
Das Zelt vom Sohn war auch kein Problem, das kannten wir ja schon. Da es auch regnen sollte, war er froh, dass es ein richtiges Zelt mit doppelten Wänden war und nicht nur ein Wurfzelt.
Wir konnten dann also tatsächlich am ersten Abend ganz entspannt vor dem Wohnwagen gemütlich den Tag revuepassieren lassen.
Die folgenden Tage haben uns gezeigt, dass Camping eine richtig schöne und entspannte Art ist Urlaub zu machen. Wir haben ganz ohne Hektik und Alltag eine uns unbekannte Region erkundet, nette Leute kennengelernt und die Freiheit des Campings genossen.
Der Rückbau und Rückweg liefen ähnlich unproblematisch wir zu Anfang. Gut war, dass uns gleich ein paar andere Camper beim Anhängen des Wohnwagens geholfen haben, da ja wieder Muskelkraft gefragt war.
Auch gut war, dass wir bereits am Vortag das Zelt und Vorzelt abgebaut haben, da war es schön trocken. Ansonsten hätten wir die Rückreise um einige Stunden verschieben müssen, um nicht die nassen Planen einpacken zu müssen.
Besonders toll war auch, wie schnell man auf dem Campingplatz mit anderen Urlaubern ins Gespräch kommt. Besonders für uns Anfänger haben wir so viele hilfreiche Tipps erhalten.
Als Fazit kann ich sagen, dass uns allen das Campen gut gefallen hat und wir nicht das letzte Mal auf einem Campingplatz waren.