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Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Landkreis Erding
Bild: Archiv - Landratsamt Erding
Der Landkreis Erding steht vor einer bedeutenden Erweiterung seines medizinischen Spektrums und plant in Kooperation mit einem Münchner Klinikträger die Einrichtung einer Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Landkreis Erding.
Durch die Zusammenarbeit soll der Aufbau einer wohnortnahen stationären Versorgung für Kinder und Jugendliche inklusive kinderchirurgischer Leistungen sowie einer Notfallversorgung geschaffen werden.
Parallel dazu bietet das angrenzende Bildungszentrum die Chance, künftig auch Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger direkt vor Ort auszubilden. Ab der endgültigen Freigabe wird mit einem Umsetzungszeitraum von etwa 18 Monaten gerechnet.
Das familiengeführte Unternehmen der Familie Mayer, das seit über 40 Jahren auf Pädiatrie spezialisiert ist und über ein breites Behandlungs-spektrum verfügt, stellte bereits den Antrag auf Etablierung dieser Fachabteilung beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP).
"Die Errichtung einer eigenen Kinderklinik ist ein entscheidender Beitrag zur Versorgungssicherheit unserer Familien und stellt sicher, dass kranke Kinder künftig direkt in ihrer Heimat bestmöglich versorgt werden können", betont Landrat Martin Bayerstorfer die Relevanz des Vorhabens.
Das Projekt basiert auf einem innovativen "Klinik-in-Klinik-Konzept". Der Münchener Klinikträger betreibt mit seinem eigenen ärztlichen und pflegerischem Personal die Versorgung der Kinder- und Jugendlichen, während das Klinikum die notwendigen Räumlichkeiten und Infrastruktur sowie verschiedene medizinische Dienstleistungen und Service-Leistungen gegen Entgelt erbringt.
Landrat Martin Bayerstorfer ergänzt hierzu: "Wir stehen in den Startlöchern und hoffen, zügig mit der Umsetzung beginnen zu dürfen, um dieses wichtige Angebot zeitnah zu realisieren."
Für die erforderlichen Umbaumaßnahmen hat der Landkreis für das Jahr 2026 bereits vorsorglich Finanzmittel in den Haushalt eingestellt. Die Gesamtinvestitionen sollen durch einen langfristigen Mietvertrag mit dem Kooperationspartner vollständig refinanziert werden.
Bereits im Vorfeld hatten die Fraktionen im Kreistag ihre Unterstützung signalisiert.
Der Pflegekrisendienst im Landkreis Erding erfährt zum 1. Februar 2026 eine bedeutende Weiterentwicklung und steht fortan flächendeckend allen 26 Städten, Märkten und Gemeinden zur Verfügung.