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Bild: Archiv - Die Grünen
Feministische Kommunalpolitik - einer der zentralen Punkte der Wahlkampfkampagne
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2026, der in Bayern mit der Kommunalwahl zusammenfällt, startet der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Erding die Aktion „Wählt-Frauen-Tag“.
Mit einem dezentralen Konzept aus Frauencafés setzt der Verband im Wahlkampf gezielt auf die Sichtbarkeit und Wahl weiblicher Kandidatinnen – und reagiert damit auf die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen in bayerischen Kommunalparlamenten. Aktuell liegt der Frauenanteil in den Gremien bei nur rund 30 Prozent, obwohl Frauen über die Hälfte der Bevölkerung stellen.
Den Auftakt der Reihe bildet am 11. Januar 2026 um 15:00 Uhr ein Frauencafé im Restaurant Vollhaus in Erding (Am Weiher 16).
Initiiert von der Kreis-, Stadträtin und Kandidatin Helga Stieglmeier, Kreistags- und Gemeinderatskandidatin in Buch am Buchrain Carola Bock und Sprecherin der Grünen im Kreis Erding und Kreistag- und Stadtratskandidatin in Dorfen Lisa Schießer, bietet die Veranstaltung Kandidatinnen der Partei eine Plattform, um sich vorzustellen und mit Bürgerinnen über lokale feministische Politik zu diskutieren.
„Es reicht nicht, 50 Prozent Frauen auf den Listen zu haben – sie müssen auch gewählt werden. Besonders von Frauen, die wissen, wie wichtig paritätische Vertretung für gerechte Entscheidungen ist“, betont Lisa Schießer. „Kommunalpolitik gestaltet den Alltag: Kita-Plätze, bezahlbarer Wohnraum, sichere Radwege. Hier brauchen wir die Perspektiven von Frauen, die diese Themen tagtäglich leben.“
Die Frauencafés ziehen bis März durch den Landkreis und kombinieren Wahlkampf mit gemütlichen Gesprächsrunden über Themen rund um Gleichstellung. „Viele Frauen trauen sich nicht zu, politisch aktiv zu werden – dabei sind sie die Expertinnen für die Herausforderungen vor Ort“, so Carola Bock. „Mit unseren Runden wollen wir Mut machen und zeigen: Politik ist kein Männerprojekt.“
Laut Bayerischem Landesamt für Statistik sind Frauen in 90 Prozent der bayerischen Gemeinden in der Minderheit – in Führungspositionen wie Bürgermeisterinnen oder Landrätinnen liegt der Anteil bei rund 10 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen fordern seit Jahren eine gesetzliche Paritätsregelung für Wahllisten und kommunale Gremien. „Freiwillige Selbstverpflichtungen reichen nicht“, sagt Helga Stieglmeier. „Solange Strukturen Männer privilegieren, brauchen wir klare Quoten – für echte Demokratie.“
Die Termine der weiteren Frauencafés werden in Kürze auf www.gruene-erding.de veröffentlicht.
Der Landkreis Erding hat zum dritten Mal den Sozialpreis verliehen und damit ein deutliches Zeichen für die Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements gesetzt.