Logo print
Lieber Leser,
unsere Seite finanziert sich durch Werbeeinnahmen und die deshalb angezeigten Werbebanner.
Helfen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker ausschalten.
Werbung
Logo von ED-live.de

Das Informationsportal für Stadt und Landkreis Erding

Werbung
<a href=//www.ed-live.de/out.php?wbid=3828 target=_blank></a>
« zurück zur Nachrichtenübersicht

12.09.2025 - Erding

Offener Brief an Landwirtschaftsministerin Kaniber

Hinweis zu politischen Pressemitteilungen
Dieses Regionalportal ist neutral und unabhängig. Wir veröffentlichen Pressemitteilungen aller Parteien und Organisationen mit regionalem Bezug. Der Inhalt dieser Nachricht spiegelt nicht die Meinung des eigenen Redaktionsteams wider.
Weitere Informationen...

Quelle: ÖDP Erding - W. Reiter

Der Erdinger ÖDP Kreisvorsitzende und ÖDP Bezirksvorsitzende Wolfgang Reiter fordert die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf, sich für den Erhalt der Gentechnikfreiheit auf bayerischen Feldern einzusetzen


Nachdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder auf dem Gillamoos am 8.9.25 seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass mit Alois Rainer endlich wieder ein bayerischer Vertreter der CSU das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers bekleidet, wendet sich der Erdinger ÖDP-Bezirksvorsitzende Wolfgang Reiter direkt an die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, sich zusammen mit ihrem Kollegen Alois Rainer für den Erhalt der Gentechnikfreiheit auf bayerischen Feldern einzusetzen.

Diese wurde übrigens durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ erkämpft und steht im §11b des bayerischen Naturschutzgesetzes, wo ausdrücklich das Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Bayern geregelt wird.

Der im Juli 2023 von der EU-Kommission eingereichte Gesetzesvorschlag zur Deregulierung der Gentechnik hat zum Ziel, dass die „neue Gentechnik“ bei allen Lebewesen zum Einsatz kommen kann. Damit würde der Einsatz der „Neuen Gentechnik“ nicht mehr in den Bereich wichtiger Regulierungsverfahren fallen.

Reiter sieht den unregulierten Einsatz der „neuen Gentechnik“ aber als Gefahr für alle elementaren Lebensgrundlagen.

Reiter fordert daher von Kaniber, den Entwicklungen auf EU-Ebene entgegenzutreten.

Der EU-Gesetzesvorschlag widerspreche dem Vorsorgeprinzip, zerstöre den gesamten Biomarkt und bedeute letztlich die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht und damit einen dramatischen Rückschritt beim Verbraucherschutz, so Reiter.

Offener Brief an Landwirtschaftsministerin Michaela Kanibar:

Sehr geehrte Frau Landwirtschaftsministerin Kaniber,

Auf dem Gillamoos am 8.9.25 brachte Ministerpräsident Markus Söder seine Freude darüber zum Ausdruck, dass mit Alois Rainer endlich wieder ein bayerischer Vertreter der CSU das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers bekleidet.

Ich wende mich als ÖDP-Bezirksvorsitzender Oberbayern in diesem offenen Brief an Sie mit der eindringlichen Bitte: Kämpfen Sie mit Ihrem Kollegen Alois Rainer für den Erhalt der Gentechnikfreiheit auf bayerischen Feldern!

Diese ist mit den europäischen Entwicklungen ernsthaft gefährdet:
Der im Juli 2023 von der EU-Kommission eingereichte Gesetzesvorschlag zur Deregulierung der Gentechnik hat zum Ziel, dass die neue Gentechnik (im folgenden NGT) bei allen Lebewesen zum Einsatz kommen kann.

Damit würde der Einsatz der NGT nicht mehr in den Bereich wichtiger Regulierungsverfahren fallen. Wir sehen unregulierten Einsatz von NGT als Gefahr für unsere elementaren Lebensgrundlagen.

Gesetzesvorschlag widerspricht dem Vorsorgeprinzip

Mit der Deregulierung würden das in Europa in der Lebens- und Futtermittel-wirtschaft aus gutem Grund etablierte Vorsorgeprinzip, welches als wesentliche Stütze des Verbraucherschutzes gilt, beim Einsatz der NGT abgeschafft. Die damit verbundenen Risiken für Menschen, Tiere und Ökosysteme, dazu gehören beispielsweise auch Wildkräuter, Bäume und Algen, würden aktuellen wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie untergeordnet.

Das widerspricht im Übrigen §11b des bayerischen Naturschutzgesetzes, wo ausdrücklich ein Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Bayern gefordert wird.

Gesetzesvorschlag zerstört den Biomarkt

Die Deregulierung der Gentechnik, verbunden mit der Anwendung von NGT, vernichtet alle Grundlagen und Wettbewerbsvorteile für eine konventionelle, gentechnikfrei arbeitende Landwirtschaft, vor allem die ökologische Landwirtschaft.

Die Landwirte würden damit zu beliebig, austauschbaren Rohstofflieferanten! Ein stetig wachsender Markt, der allein in der BRD 2023 ein Umsatzvolumen von € 25,4 Mrd. hatte, würde vernichtet. Auch das widerspricht allen Zielen, die mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ 2019 ins bayerische Naturschutzgesetz geschrieben worden sind.

Gesetzesvorschlag bedeutet Abschaffung der Kennzeichnungspflicht

Mit diesem Gesetzesvorhaben wäre u. a. auch verbunden, dass die von Verbrauchern geforderten Kennzeichnungspflichten incl. der Rückverfolgbarkeit, über alle Wertschöpfungsketten reduziert, ja sogar fallen gelassen würde. Das Vertrauen in die ökologische Landwirtschaft würde damit nachhaltig zerstört.

Das Recht aller Verbraucher sich über Herkunft und Beschaffenheit von Produkten zu informieren, würde auf eine nicht akzeptable Weise eingeschränkt werden, Wahlfreiheit und Transparenz sind damit Errungenschaften, die dann der Vergangenheit angehörten.

Gesetzesvorschlag bedeutet Zerstörung des natürlichen Genpools

Die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen in unsere Um- und Lebenswelt ist eine Entscheidung, die über Generationen wirkt. Auch dies ein Grund, sich für die Stärkung der Vorsorge über wissensbasierte Risikobetrachtungen einzusetzen. Wir stehen vor einem tiefgreifenden Eingriff in die biologischen Grundlagen und in die Ökosysteme des Planeten!

Gesetzesvorschlag läßt Fragen der Haftung völlig ungeklärt

Ungeklärt ist die Haftungsfrage bei Schäden in der gentechnikfreien Landwirtschaft, die Verursacher von Schäden durch Kontamination könnten nicht belangt werden. Ungeklärt in diesem Zusammenhang bliebe die Nachweisplicht und die Frage der Haftung. Die Konsequenzen werden den Bauern aufs Auge gedrückt und diese haben keinerlei Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.

Mein Appell: Um die Lebensgrundlage der uns nachfolgenden Generationen zu sichern, fordere ich Sie Frau Landwirtschaftsministerin Kaniber auf, darauf hinzuwirken, dass der vorliegende Gesetzesentwurf zur Deregulierung der Gentechnik zurückgenommen wird und die bewährten Regeln zur Risikovorsorge und Kennzeichnung aufrechterhalten bleiben.

Schließlich fordere ich Sie auf sich dafür einzusetzen, dass die bestehenden Verbote Patente auf Lebewesen zu erteilen, endlich umgesetzt werden.

Mit ökologischen Grüßen

Wolfgang Reiter
Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberbayern der ÖDP

Quelle: ÖDP Kreisverband Erding

weitere Nachrichten aus:



Nachrichtenbild
02.02.2026 - Erding

Innovationszentrum der Bundeswehr in Erding eröffnet

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat heute am 2. Februar 2026 im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder das neue Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) am Standort Erding feierlich eröffnet.

⇒ mehr Informationen...
Nachrichtenbild
02.02.2026 - Dorfen

Dorfen: Ladendiebstahl mit anschließendem Widerstand

Am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr wurde eine Streife der Polizei Dorfen in einen Supermarkt in der Haager Straße gerufen.

⇒ mehr Informationen...

Nachrichtenbild
02.02.2026 - Erding

St2080: Pkw`s kollidieren auf Bahngleis

Am Sonntagabend fuhr eine 59-Jährige aus dem Landkreis Ebersberg mit ihrem BMW die St2080 von Wifling kommend Richtung Ottenhofen.

⇒ mehr Informationen...
Nachrichtenbild
31.01.2026 - Steinkirchen

Trunkenheitsfahrt nach Körperverletzung

Am Freitagabend wurde durch einen unbeteiligten Zeugen der polizeiliche Notruf wegen eines Körperverletzungsdelikts abgesetzt.

⇒ mehr Informationen...

Nachrichtenbild
31.01.2026 - Dorfen

Ladendieb wehrt sich massiv gegen Festnahme in Dorfen

Im Einsatzverlauf nahm der Beschuldigte vor der Streifenbesatzung erneut Waren an sich.

⇒ mehr Informationen...
Nachrichtenbild
30.01.2026 - Landkreis Erding

Pflegekrisendienst im Landkreis Erding

Der Pflegekrisendienst im Landkreis Erding erfährt zum 1. Februar 2026 eine bedeutende Weiterentwicklung und steht fortan flächendeckend allen 26 Städten, Märkten und Gemeinden zur Verfügung.

⇒ mehr Informationen...

Landkreisinformationen

Blutspendetermine

Direktvermarkter

Webcams

Videos

Ratgeber

Was ist los am Volksfestplatz Erding?

Was ist los am Schrannenplatz Erding?

Was ist los am Kronthaler Weiher?

Gemeinden

Kooperationen


FS-live.de FM-live.de