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Interview mit Robert Parstorfer


Robert Parstorfer
Bogenschießen ist ein eher ungewöhnliches Hobby. Wie bist Du dazu gekommen?
Mein Vater und ich haben es einmal zusammen auf einem 3-D-Parcour ausprobiert. Dann habe ich schnell gemerkt, wie viel Spaß ich daran habe. Das war der Anfang von meinem Hobby. Danach habe ich erfahren, dass in Taufkirchen ein Verein eröffnet wird und da habe ich mich dann angemeldet.

Wann genau war das, als Du es das erste Mal ausprobiert hast?
Das war vor ungefähr fünfeinhalb Jahren.

Wann hast Du gemerkt, dass Du großes Talent im Bogenschießen hast?
Das habe ich während der ersten Wettbewerbe gemerkt. Durch das Training sind vor allem am Anfang die großen Vorschritte deutlich erkennbar. Es ist toll zu merken, dass sich die Arbeit und Zeit die man in etwas investiert, auch auszahlt. Bogenschießen macht mir aber auch einfach sehr viel Spaß. Es ist wichtig Spaß an den Sachen zu haben, die man tut, sonst fängt man irgendwann an nachlässig zu werden.

Hast Du damit gerechnet, dass Du so großen Erfolg haben würdest?
Ich habe es mir zwar immer gewünscht, aber wirklich gerechnet habe ich nicht damit – vor allem weil ich am Anfang auch meine Konkurrenten noch nicht einschätzen konnte.

Was ist dein Berufswunsch? Und könntest Du dir vorstellen Bogenschießen irgendwann hauptberuflich zu machen?
Momentan mache ich eine Mechatroniker-Ausbildung am Flughafen die mir sehr viel Spaß macht. Mit dem Bogenschießen wird es sich zeigen wie sich meine Zukunft gestaltet.

Hast Du Vorbilder?
Ja, den niederländischen Bogenschützen Mike Schlosser. Ich durfte ihn beim World-Cup in Südfrankreich kennenlernen.

Könntest Du dir auch vorstellen, so viel Zeit in deine Bogenschieß-Karriere wie Mike Schlosser zu investieren?
Das ist natürlich schwierig, aber ich liebe diesen Sport, also könnte ich es mir durchaus vorstellen.

Robert Parstorfer

Was würdest Du sagen, ist die wichtigste Disziplin beim Bogenschießen?
Konzentration ist sehr wichtig. Natürlich muss man auch körperlich fit sein, aber das ergibt sich durch das Training. In schwierigen Situationen, wie während Wettkämpfen, muss man Ruhe bewahren können, selbst wenn man Fehler macht. Sollte ein Fehlschuss gewesen sein darf man in dem Moment nicht darüber nachdenken sondern muss einfach weiterhin volle Konzentration beweisen.

Ist es dir auch schon passiert, dass Du bei einem wichtigen Turnier einen ausschlaggebenden Fehler gemacht hast?
Ja, das ist natürlich ärgerlich, aber es passiert. In solchen Situationen muss man auch selber über sich lachen können. Es gibt viele, die sich dann wirklich hineinsteigern und aber auch Druck von zum Beispiel, ihren Eltern bekommen. Ich finde, es ist wichtig ein starkes Rückgrat zu haben und dass auch Freunde und Familie einfach mal sagen: Das passt schon, nächstes Mal wird es besser. Das hilft einem in solchen Situationen sehr.

Gibt es auch Tage, an denen es manchmal einfach nicht so gut läuft?
Auf jeden Fall. Wenn einer dieser Tage ein Turniertag ist, ist das natürlich sehr ungünstig. Meistens passiert mir das aber bei dem Training. Man merkt dann, dass die Konzentration nicht wirklich vorhanden ist und das Training nicht so gut läuft wie sonst. Dann muss man eben früher als geplant aufhören und es später oder an einem anderen Tag noch einmal probieren.

Hilft dir das Bogenschießen auch zur Entspannung?
Ja, wenn mich etwas bedrückt, zum Beispiel im Privatbereich oder wenn ich mit jemandem eine kleine Auseinandersetzung hatte, lenkt mich das Schießen davon ab. Ich bin dann einfach in einer ganz anderen Welt und vergesse alles um mich herum, weil ich mich nur noch auf meinen Pfeil und mein Ziel konzentriere. Man merkt auch bei anderen Dingen, wie z.B. in der Schule, dass die Konzentration, die durch das Bogenschießen gestärkt wurde, einem vieles erleichtert. Bei Prüfungen kann ich gut die Ruhe bewahren und einfach kurz durchatmen, wie ich es von dem Bogenschießen gewohnt bin und gelernt habe.

Gibt es einen Moment in deiner Bogenschieß-Karriere, den Du niemals vergessen wirst?
Natürlich werden mir alle meine ersten Turniere gut in Erinnerung bleiben. Auch die Erfahrung als ich Deutscher Meister wurde ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Grundsätzlich werden mir viele meiner Turniere in guter Erinnerung bleiben, weil es immer wieder tolle Erfahrungen waren und ich viele nette Menschen kennenlernen durfte.

Robert Parstorfer

Lernst Du durch dieses Hobby auch viele Leute kennen?
Man lernt viele Leute während den Turnieren kennen und ich freue mich jedes Mal wenn ich sie wiedersehe. Obwohl wir teilweise Konkurrenten sind, sind wir doch auch Freunde.

Hast Du einen Sponsor?
Ja, seit ungefähr einem Jahr werde ich von der Bogensportwelt gesponsert.

Was sind deine nächsten großen Ziele?
Mein nächstes großes Ziel wäre die Europameisterschaft. Dieser Weg geht aber nur über den Nationalkader.

Schießt Du lieber in der Halle oder in der freien Natur?
Ich schieße lieber im Freien, dort kommen mehrere Faktoren wie Wetter und Lichtverhältnisse zusammen. Das macht es anspruchsvoller und interessanter als in der Halle, denn dort hat man keine Witterungsverhältnisse.

Was liebst Du am meisten am Bogensport?
Das ist eine schwierige Frage. Ich liebe sehr viel an diesem Sport – ob Turniere, Training oder neue Bekanntschaften – alles ist aufregend.

Was machst Du sonst gerne in deiner Freizeit?
Meine Freizeit widme ich der Freiwilligen Feuerwehr Erding und meinen Freunden.

Weiteres zu Robert Parstorfer auf seiner Facebookseite https://www.facebook.com/robert.parstorfer.9?fref=ts


Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg!



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