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Theater gegen Wegsehen: „Frühlings Erwachen“ am Korbinian-Aigner-Gymnasium
Kinder und Jugendliche heutzutage sind vielfältigen und gravierenden Anfeindungen ausgesetzt und leiden unter einer Fülle von gefährlichen Entwicklungen: Mobbing und Schulangst, Homophobie und toxische Männlichkeit, Druck und Furcht vor Versagen sowie Enttäuschung.
Hinzu kommt eine erschreckende Anzahl von Straftaten: Jedes achte Kind in Deutschland war einer Studie zufolge Opfer von sexualisierter Gewalt, 81,5 Prozent der Betroffenen sind weiblich.
Im Zuge des Weinstein-Skandals wurde bekannt, dass Frauen systematisch physische und sexualisierte Ge-walt erleben. Männer nutzten ihre Führungsposition aus, um Frauen sexuell zu belästigen, zu nötigen oder zu vergewaltigen.
Die Debatte um „MeToo“, die die betroffenen Frauen angestoßen haben, wird bis heute nicht nur positiv aufgenommen. Noch immer wird über „victim blaming“ den Frauen selbst eine (Mit)schuld an Nötigung, Missbrauch und Vergewaltigung gegeben. Systematisch werden hier die Opfer- und Täterrollen getauscht.
Diese gesellschaftlichen Tatsachen haben das Oberstufentheater des Korbinian-Aigner-Gymnasiums dazu inspiriert, Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ auf die Bühne zu bringen. Dieses Drama thematisiert eine Auswahl an den angesprochenen Prozessen.
Wir wollen als Schule diese Tatsachen aber nicht akzeptieren, sondern auf sie hinweisen, sie in der Gesellschaft wachhalten und alle zur Solidarität ermuntern.
Das Stück um vereitelten Schulerfolg sowie körperlicher und sexualisierter Grenzverletzungen ist eine der bekanntesten Jugendtragödien. Inszeniert wird es unter der Leitung von Regisseur Dr. David Neu. Er wurde unter anderem unterstützt von seiner Kollegin Lotte Ciomperlik, die Darstellendes Spiel studiert, sowie vor allem von Luca Pietschmann, der in der Aufführung des „Jedermann“ vor zwei Jahren noch als Tod auf der Bühne des Korbinian-Aigner-Gymnasiums gestanden war.
Das Korbinian-Aigner-Gymnasium lädt herzlich zu den Aufführungen ein: am 23. Januar und am 26. Januar 2026, jeweils um 19.00 Uhr. Das Oberstufentheater freut sich auf zahlreiches Erscheinen.